Museum in und um Bochum erleben

In diesem Beitrag möchte ich meine kleine Top 5 Auswahl der schönsten Museen in Bochum und Umgebung vorstellen. Gerade die Kleinen Besucher möchten keine verstaubten Vitrinen und langweilige Schautafeln. Erleben und Entdecken lautet die Devise. Ein gutes Museum macht für mich folgendes aus:

  • Dinge selber entdecken und anfassen.
  • Inszenierungen mit Ton und Video.
  • Ein Museum das kleine interessante Geschichten erzählt.
  • Spannende Extras für Kinder, wie Workshops, Führungen.

Deutsches Bergbaumuseum

„Glück auf“ sagt man auf Zeche, im Ruhrgebiet und wenn man das Bergbaumuseum betritt.

Das Bergbaumuseum, übrigens das größte Bergbaumuseum der Welt, bietet großen und kleinen Besuchern Einblicke in die Welt des Bergbaus von der Vorgeschichte bis heute. Zu sehen sind u.a. Originalmaschinen und Modelle, die selbst ausprobiert werden können. Für die Kinder ist das Anschauungsbergwerk unterhalb des Museums ein Höhepunkt. In einer Tiefe von 25 m. kann man die Welt unter Tage in einem Steinkohlenbergwerk erleben und sich wie ein echter Bergmann fühlen. Auch der Blick vom Förderturm der zum Museum gehört, ist großartig und bietet ein tollen Blick über Bochum.

Das Museum wurde nach einer langen Umbauphase im Sommer 2019 wieder eröffnet und bietet eine großartige moderne Ausstellungskonzeption zu den Themen Steinkohlebergbau, Rohstoffe, Kunst im Bergbau und Archäologie.

Speziell für Kinder und Schulklassen gibt es ein großes Angebot an Führungen und Mitmachaktionen. Auch Kindergeburtstage können wunderbar im Museum gefeiert werden.

Stadtmuseum Hattingen in Blankenstein

Das Stadtmuseum bietet neben der schönen Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt auch verschiedene Sonderausstellungen an. Am Wochenende können regelmäßige Familiennachmittage besucht werden . Für Kinder ist das Museum sehr anschaulich gestaltet. Es gibt zahlreiche Museumskisten mit Büchern, Anschauungsmaterial und Objekten zum Anfassen und Ausprobieren. Auch Kindergeburtstage lassen sich daher wunderbar im Museum feiern. Detektiv-, Steinzeit-, Form und Farbe- und Rittergeburtstage sind die Themen die Eltern buchen können. Ansonsten gibt es auch für Kindergärten sog. Museumsgespräche, das heißt man nimmt sich bestimmte Themen (z.B. Steinzeit) in der Ausstellung genau unter die Lupe und dazu gibt es noch einem kreativen Teil im Atelier. Einfach mal auf der Homepage informieren, denn Museum und Wissen macht Spaß.

Zeche Hannover

Die Zeche Hannover ist mit dem Malakowturm und seinem Kinderbergwerk ein tolles Ausflugsziel im Sommer. Die Zeche ist seit 1973 stillgelegt und heute als westfälisches Industriemuseum geöffnet. Das Kinderbergwerk ist ein Highlight des Museum. Mit Helm und Kittel ausgestattet lernen die Kleinen die verschiedenen Arbeitsschritte des Bergwerks kennen. Es ist wie ein richtiges Bergwerk angelegt, mit Stollen, Schacht, Hängebahn und Fördermaschinen und dahr steht eine Aufsichtsperson für Fragen immer bereit. Der Biergarten hat von Mai-Oktober geöffnet. Ansonsten gibt es regelmäßige Sonderausstellungen, die immer sehr gut gemacht sind.

Schloss Strünkede in Herne

Das Schloss Strünkede in Herne, der größte der drei Standorte des Emschertalmuseums, war ursprünglich mal eine Burganlage, die mit Türmen und Gräben – den Gräften – ausgestattet war. Heute sind einige dieser Gräben und der große Schlossteich im Schlosspark noch vorhanden und können erkundet werden.

1243 wurde die Burg urkundlich erwähnt, aber erst 1664 vollendete Gottfried von Strünkede die Neugestaltung zu einem frühbarocken Wasserschloss. Der Schlossgarten, im Stil des französischen Barock angelegt, entstand ca. 1700. Seit 1944 befindet sich das Schloss im Besitz der Stadt Herne und seit 1948 befinden sich die Sammlungen des Emschertal-Museums im Schloss.

Familien bewundern zahlreiche spannende Exponate. Von den Neandertalern über das Mittelalter bis hin zur Industriestadt Herne ist die Entwicklung eindrucksvoll nachzuvollziehen. Kinder können sich mit einem Neanderthaler messen, einen Riesenhirschen sehen, in die Zeit der Ritter gehen und entdecken wieviel Last auf den Schultern eines Ritters lag, einen Geheimgang der Dienstboten sehen oder eine echte Kirchenglocke zum Schwingen bringen. Daher ist das Museum ein echtes Erlebnis. Das Leben auf einem Schloss wird spürbar.

Ein umfangreiches Kinder-Kultur-Programm macht das Emschertal-Museum und das Schloss Strünkede für den Nachwuchs besonders interessant. Sogar Kindergeburtstage werden im Emschertalmuseum mit viel Spaß gefeiert.

Schloss Horst in Gelsenkirchen

Ein echtes Erlebnismuseum gibt es auf Schloss Horst zu sehen. Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 werden Kinder und Erwachsene durch eine Zeitmaschine in das Jahr 1565 gebracht und erleben die Schlossbaustelle im Zeitalter der Renaissance. Hier wird gehämmert, gesägt und man kann durch Bauzäune gucken und verschiedene Handwerksberufe kennenlernen. Das klingt nach Erlebnis und das ist es auch. Denn das Museum ist kein Vitrinenmuseum. Es gibt nur wenige Texttafeln und Informationen bekommt man über Touchscreens. Der Rundgang lädt Groß und Klein zum Mitmachen, zum Entdecken und Ausprobieren ein. 

Die Ausstellung zeigt das Leben und Arbeiten der Menschen des 16. Jahrhunderts. Wie die Menschen ihr Leben organisierten, wie sie gelebt haben und was die Pferde eigentlich mit Schloss Horst zu tun haben. Natürlich kann man den Schlossherren Rutger von der Horst in seinem Studierzimmer im Obergeschoss des Schlosses einen Besuch abstatten. Das Renaissanceschloss Horst ist eines der ältesten und bedeutendsten Renaissancebauten Westfalens. Es erhebt sich an der Stelle einer 1554 durch Brand schwer beschädigten mittelalterlichen Burg.

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